Wie diese Zusammenarbeit letztlich genau aussehen wird, steht allerdings zumindest in Teilbereichen noch in den Sternen.Die Zukunft wird es aber zeigen.
Am Freitag, den 06. August 2010 fand in der Aachener Poliogruppe im Rahmen des dort alljährlich stattfindenden Sommerfestes ein Treffen zwischen Vertretern der Europäischen Polio Union (im folgenden kurz: EPU) und der Euregionalen Initiative für Kinderlähmungsfolgen Aachen e. V. (im folgenden kurz: Eika e. V.) auf dem Programm.

Der Alltag von Straßenkindern und ehemaligen Kindersoldaten bestimmt die Songs von “Staff Benda Bilili”. Die Mitglieder dieser einzigartigen Formation aus Kinshasa City leben unter freiem Himmel, einige von ihnen sind an Polio erkrankt und sitzen in selbstgebauten Rollstühlen.
Wegen der sprachlichen Barrieren habe ich bisher in den meisten Fällen darauf verzichtet, “fremdsprachige” Beiträge hier einzustellen.
Da es sich hier jedoch um einen Film handelt, der zu dem auch noch mit sehr “bewegenden” Bildern daher kommt, möchte ich Ihnen den Film auf keinen Fall vorenthalten.
Es handelt sich um einen Film des ungarischen Filmemachers Adam Csillag, der selbst an Polio erkrankte, deshalb heute mit den Folgen der Polio zu kämpfen hat und bei den Rotariern in Ungarn aktiv ist
Der Film entstand bereits 1995. Die Bilder, die ich da zu sehen bekam, haben mich jedenfalls sehr bewegt. Sicher keine leichte Kost, aber aus meiner Sicht unbedingt sehenswert, weil er geradezu prädestiniert ist, die “Augen zu öffnen”.
Den folgenden Artikel erhielt ich von Margret Embry, Mitglied im Vorstand der Europäischen Polio Union.
Ich denke, es ist eine gute Idee ihn hier zu veröffentllichen, zumal Itzhak Perlman eine sehr bekannte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens ist und uns helfen kann, das Thema Poliospätfolgen in die Öffentlichkeit zu bringen.
Ein Wermutstropfen: Leider ist dieser Artikel nur in englischer Sprache verfügbar, ihn zu übersetzen wäre sehr zeitaufwändig undim Moment fehtl mir die Zeit dafür.
Wie auch immer und für alle, die sich für diesen großartigen Musiker interessieren, dürfte der Artikel dennoch interessant sein.
Hier zunächst ein kleines Video für alle, die diesen großartigen Musiker noch nicht kennen oder ihn sich noch einmal verinnerlichen wollen:
Itzhak Perlman (Schindler’s List)
On November 18, 1995, Itzhak Perlman, the violinist came on stage to give a concert at Lincoln Center in New York City . If you have ever
been to a Perlman concert, you know that getting on stage is no small achievement for him.
Meine neue Beweglichkeit mit dem neuen Rollstuhl-Zuggerät Swisstrac bewährt sich, und erste abenteuerliche Fahrten sind erfolgreich absolviert!

Wie hatte ich mich dagegen gewehrt, ich, die bisher nie im Leben im Rollstuhl war, mich auf einen Rollstuhl einzulassen. Aber bereits mit dieser Erleichterung hatte sich mein Lebensraum vergrössert und meine Seelenfreude sich in einer Art und Weise wieder eingestellt, wie ich das nie erwartet hätte. Gemeinsam mit meinem Mann waren nun wieder Unternehmungen aller Art möglich, wir besuchen Museen, Ausstellungen, Einkaufszentren mit quadratkilometergrossen Parkplätzen, autofreie Veranstaltungen und vieles mehr. Und wenn wir nach Hause kommen, geht es mir immer noch gut!
Mit fortschreitendem Alter müssen die Polio-Erkrankten ihre Lebensart überprüfen.
Nachfolgend einige grundsätzliche Empfehlungen, welche wir bei älteren Polio-Erkrankten, Bewegungstherapeuten, Heilgymnastik-Ärzten sowie Spezialisten für die Polio-Spätfolgen gesammelt haben.
Das Post-Polio-Syndrom hat ihm die Muskeln schrumpfen lassen.
“Die Nervenbahnen wirken nicht mehr richtig zusammen.” Als zweijähriges Kind hatte er eine Kinderlähmung überstanden und sich normal entwickelt. Im Alter hat ihn die Krankheit eingeholt. “Nicht auf einen Schlag, nur jeden Tag ein bisschen mehr.” Vor zwei Jahren hat sie ihn in den Rollstuhl gezwungen.
Der heute 65-Jährige kennt Vorher und Nachher. Seit er auf den Rollstuhl angewiesen ist, stellt er fest, wie behindertenungerecht die argentinische Hauptstadt ist und auch die Gesellschaft.
Berliner Filmfestivals online
Es hat schon seine Vorteile, wenn einen der Ruhm erst in jener Phase erreicht, mit der man sich statistisch gesehen die meiste Zeit des Lebens herumschlagen muss: im Erwachsenenalter. So geschehen bei Ian Dury, dem als Vorsteher seiner Pub-Rock-Band The Blockheads erst mit Mitte 30 der Durchbruch gelang, dank solcher Tacheles redenden Singlehits, wie „Sex & Drugs & Rock’n’Roll“ und „Hit Me With Your Rhythm Stick“. Dury war – im wahrsten Sinne des Wortes – seit Kindesbeinen durch eine Polio-Infektion stark gehbehindert. (Er starb 2000, mit 57 Jahren an Krebs). Sein Leiden und seine nicht zuletzt daraus resultierenden Launen prägen auch „Sex & Drugs & Rock’n’Roll“, das Biopic über Durys Leben, das im Panorama der Berlinale gezeigt wurde. Wobei Regisseur Mat Whitecross im Interview den Begriff „Biopic“ strikt von sich weist. „Biopic klingt doch sehr nach einer allzu höflichen, platten Hochglanzproduktion. Damit wollten wir nichts zu tun haben“, sagt Whitecross, der schon als Co-Regisseur von Michael Winterbottoms „The Road to Guantanamo“ auf der Berlinale zu Gast war und sonst vor allem Musik-Videos für die eher gemütlichen Coldplay gemacht hatte. Letzterer Lebenslaufeintrag war es aber auch, der ihn an Bord des Ian Dury-Projekts brachte – zu seiner eigenen Überraschung, denn mit Ian Dury habe er bis dahin so gut wie nicht beschäftigt. „Aber dann habe ich mir einige seiner Auftritte aus den 70ern und 80ern auf Youtube angesehen und begriffen, wie einzigartig er war.“
Esslinger Zeitung online
Serkis : Es gibt vieles, was Ian Dury so außergewöhnlich gemacht hat. Er litt als Kind unter Polio, was seine Bewegungen sehr beeinflusst hat. Aber auch seine Art, die Songs vor-zutragen, war ganz anders als die der meisten anderen Sänger. Wir haben gar nicht erst versucht, Ian Dury sklavisch genau zu kopieren. Viel wichtiger war es uns, nachzuempfinden, weshalb er die Musik gemacht hat, die er gemacht hat. Er hatte eine unbändige Energie und er hat sich trotz der Folgen seiner Polio-Erkrankung in der Kinderzeit nie als Behinderter gefühlt. Natürlich musste ich gehen, wie er ging. Aber ich teile mit ihm auch diese unbändige Energie, die ihn immer wieder angetrieben hat.
Kino-Zeit.de
Biographie der britischen Musik-Ikone Ian Dury. Dury gilt als einer der Begründer der britischen Punk- und New Wave-Bewegung der 1970er Jahre. Seine 1977 erschiene LP “New Boots and Panties!!” verkaufte sich millionenfach. Doch das Leben des Sängers, der in seiner Kindheit schwer an Polio erkankt war und deswegen zeitlebens behindert war, gestaltete sich trotz seines Erfolges nicht als einfach. Im Jahre 2000 verstarb Dury an einer Krebserkrankung.
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