
München (DK) SPD und Grüne haben den Jazzmusiker Klaus Kreuzeder, der schon mit Sting und Udo Lindenberg auftrat, für die Bundesversammlung nominiert. Kreuzeder, der wegen einer frühkindlichen Polioinfektion im Rollstuhl sitzt, gehörte der Versammlung schon 2009 an. Für ihn sei die Nominierung eine Ehre, sagt er im Gespräch mit Til Huber.
Glück gehabt.
Von Klaus Kreuzeder. LangenMüller, München. 272 S., 19,95 Euro.
Es wird nicht allzu viele deutsche Musiker geben, die mit Stevie Wonder gejammt haben. Zwanzig Minuten lang, vor begeistertem Konzertpublikum. Aber der Sopransaxofonist Klaus Kreuzeder, der auch schon mit Sting, Al Jarreau und Udo Lindenberg spielte, ist nicht unbedingt der typische deutsche Musiker. Bereits zu seinen Landkommunen-Zeiten, als er mit der Jazzrock-Band Aera tourte, war er nach eigenen Angaben der wahrscheinlich einzige Hippie, der auf Körperhygiene wert legte. Und später, als Bankrotteur, Straßenmusiker und Hansdampf in allen Kulturgassen, stimmte er nie den hierzulande typisch mürrischen Blues des unterbezahlten Jazz- und Pop-Könners an. Schon allein deshalb ist seine Autobiografie die Lektüre wert. Unlarmoyant spielt da einer um sein Leben: Das Saxofonspielen hat Kreuzeders Lunge so gestärkt, dass der an Prostatakrebs und den Spätfolgen einer Polio-Erkrankung leidende Musiker dem Tod im vergangenen Sommer gerade so von der Schippe springen konnte.
Klaus Kreuzeder, geb. am 04. 04. 1950, erkrankte Im Alter von eineinhalb Jahren an Polio (Kinderlähmung) und lebt seit dieser Zeit im Rollstuhl. Um die Lunge zu stärken, wollte seine Mutter, dass er Blockflöte lernt. Damals begann seine Liebe zur Musik. Seine Karriere als Saxophonist und Profimusiker startete er - gegen den Willen seiner Eltern - mit 16 Jahren.
Abendzeitung
Der Saxofonist Klaus Kreuzeder kommt nach schwerer Krankheit zurück auf die Bühne: Mit neuer CD und seiner neuen Autobiografie – und dem Gefühl, dass er es unbedingt „noch mal wissen will“.
Selten war der Begriff Comeback so passend: Der Saxofonist Klaus Kreuzeder kommt zurück, nicht nur auf die Bühne, sondern ins Leben überhaupt. Es ist ein Wunder, von dem er im Interview berichtet.
AZ: Herr Kreuzeder, Sie waren vor kurzem dem Tod näher als der Konzertbühne. Was ist passiert?
sueddeutsche.de (Textquelle)
3sat (Bildquelle)
Der bildende Künstler Joachim Jung und der Saxophonist Klaus Kreuzeder werden dieses Jahr mit dem mit jeweils 5000 Euro dotierten Schwabinger Kunstpreis ausgezeichnet.
Die “Ausnahmeerscheinung” Klaus Kreuzeder habe sich weder durch Polio noch durch den Rollstuhl daran hindern lassen, “seinen eigenen Berufsweg vielseitig und kompromisslos zu verfolgen”.
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